Hauptdarsteller am 3. Spieltag war keiner der 22 Fußballer auf dem Platz, sondern der Unparteiische. Parteilichkeit kann man ihm denn auch nicht vorwerfen, aber ein Fußballspiel, das durchaus einiges zu bieten gehabt hätte, konnte er definitiv auch nicht leiten. Damit genug zu diesem Thema! Der Ärger ist weitgehend verflogen, die anwesenden Zuschauer wissen, was gemeint ist, alles andere würde zu weit führen.

Mit dem SV Sulzbach trat ein Gegner in Oberndorf auf, der in allen Mannschaftsteilen gleichermaßen kompakt und gut besetzt war und zurecht zum engeren Favoritenkreis gezählt werden darf. Von Beginn an entwickelte sich eine temporeiche Kreisklassenpartie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Das 1 : 0 für den TVO erzielte dabei bereits nach einer Spielminute Andreas Geroldinger, der einen verdeckten Schuß aus ca. 15 m im Gehäuse des Gegners unterbringen konnte. Sulzbach war keineswegs geschockt und glich nach ca. 25 Minuten durch einen sehenswerten Kopfball von Spielführer Tobias Judenmann aus. In einem offenen Schlagabtausch war es in der 31. Spielminute wieder der TVO, der das nächste Ausrufezeichen setzte. Christian Hanika konnte nach Eckball per Kopf das 2 : 1 erzielen. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause.
Mit dem festen Vorsatz, die drei Punkte zuhause zu behalten, ging man in die zweite Halbzeit. Zunächst konnte man den Gegner auch vom eigenen Tor fernhalten, kam allerdings auch selber kaum zu zwingeneden Aktionen. Ab der 60. Spielminute wurde der Druck des Gegners größer und die Heimelf wurde zusehends in die eigene Hälfte gedrängt. Dem Ausgleich für Sulzbach ging nach 65 Spielminuten allerdings eine äußerst umstrittene Szene voraus. Bei einem Zweikampf im Strafraum duellierten sich Andreas Geroldinger und der gegnerische Stürmer Krainz. Zur Überraschung aller (auch der Sulzbacher Anhänger) resultierte daraus ein mehr als fragwürdiger Elfmeterpfiff. Die Gelegenheit zum Ausgleich ließ sich Sulzbach in Form von Tobias Judenmann nicht entgehen, er verwandelte den Elfmeter sicher zum 2 : 2.
Den Rest des Geschehens dominierte komplett unser Unparteiischer. Seine Entscheidungen boten hohen Unterhaltungswert, für die direkt Betroffenen waren sie allerdings teilweise richtig traurig.

Fazit: Das Ergebnis war gerecht. Wie es dazu kam und welche Begleiterscheinungen damit verbunden waren, sind eine andere Geschichte, die eigentlich nicht das engagierte Bestreben zweier ambitionierter Teams überlagern sollte.

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