Die Spieler Ammon, Keil, Nüßle, Reil, Weiß und Y. Yigit waren eine schwere Hypothek für das Auswärtsspiel in Aufhausen. Während sich Michael Nüßle im Urlaub befand, laborieren die anderen fünf Spieler an größtenteils längerwierigen Verletzungen. So war vom Start weg klar, dass in Aufhausen mit der zur Verfügung stehenden Rumpftruppe nur mit einer konzentrierten, disziplinierten und cleveren Spielweise etwas zu holen sein würde. Gleichwohl war die interne Marschroute klar, man wollte mit drei weiteren Punkten an den vordersten Teams der Liga dran bleiben.
Das Unternehmen startete bereits nach drei Minuten äußerst positiv, Mehmet Yigit zirkelte einen Freistoß aus halblinker Position scharf und präzise ins lange Eck zur 1 : 0 Führung ins Netz. Nicht ganz, aber beinahe im Gegenzug gab es (einen unnötigen) Freistoß für Aufhausen. Der hohe Ball war in unseren Strafraum lange unterwegs, er fand am langen Pfosten völlig unbedrängt einen Aufhausener Abnehmer. Halb schoß er ihn, halb traf ihn der einfliegende Ball am Fuß, jedenfalls trudelte der Ball aus ca. fünf Metern zum 1 : 1 Ausgleich ins kurze Toreck. Die gute Ausgangslage war postwendend wieder dahin. Ähnlich wie gegen Matting verteilten wir nach der frühen Führung durch einen eklatanten Stellungsfehler großzügigst Geschenke. Dabei wollten wir konzentriert und clever auftreten. Themaverfehlung nach 5 Spielminuten.
Erneute Chancen zur Oberndorfer Führung vergaben - noch in der Anfangsphase - Ronny Teichmann (11.), dessen Schuß vom Innenpfosten wieder ins Spielfeld sprang und Christian Scheugenpflug (16.). Danach neutralisierten sich beide Teams ziemlich, Chancen blieben Mangelware. In der 37. Spielminute nutzte Mehmet Yigit eine Unordnung in Aufhausens Hintermannschaft, er schnappte sich den Ball, marschierte durch zwei Aufhausener Abwehrspieler hindurch und schoß frei vor dem gegnerischen Torwart zur 2 : 1 Führung ein. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Wieder gab es die klare Ansage, dass wir trotz unserer Personalprobleme hier unbedingt mit einem Sieg nach Hause fahren wollen. Und anders als gegen Matting lag man ja in Führung. Wenn nun  noch ein drittes Tor gelänge ...
Ein drittes Tor gelang aber nicht. Stattdessen eine Schlüsselszene nach 53 Spielminuten. Nach einer Standardsituation zerrt der ansonsten sehr gut spielende Christian Scheugenpflug den gegnerischen Spieler Buberger im Strafraum vehement am Trikot. Der ordentlich leitende Schiedsrichter konnte die Situation beobachten und entschied auf Strafstoß. Aufhausen ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und glich per Strafstoß zum 2 : 2 aus. Nach dem Ausgleich war deutlich zu spüren, dass Aufhausen nun den Sieg wollte, während wir die letzte Konsequenz an Willen und Einsatzbereitschaft vermissen ließen. Der Aufhausener Wille setzte sich schließlich durch. Einen mustergültig vorgetragenen Konter konnte Buberger in der 71. Spielminute zum 3 : 2 für Aufhausen abschließen. Bei diesem Gegentreffer machten wir in der Defensive keine glückliche Figur, u. a. passte die Abstimmung zwischen Torwart und Libero nicht. Nach diesem Tor fehlte auf unserer Seite das letzte Aufbäumen, einzig Christian Hanika war es, der die Mannschaft immer wieder nach vorn peitschte. Schließlich war er es selbst, der mit einem Kopfball an die Latte in der 73. Spielminute noch die beste Chance zum erneuten Ausgleich vergab. Das Spiel ging 3 : 2 verloren!

Fazit: Diese Niederlage war unnötig wie ein Kropf! Nicht Aufhausen war es, die von sich aus das Spiel gewannen, sondern wir, die sie großzügig immer wieder zurück ins Spiel brachten. Statt - wie besprochen - mit Cleverness drei Punkte zu holen, stehen wir trotz einigermaßen hohem Aufwand mit null Punkten da. Unnötig und ärgerlich!!! Die Niederlage auf die Personalprobleme zu schieben, wäre dabei völlig verfehlt. Dieses Spiel muss mit den Spielern gewonnen werden, die an diesem Samstag in Aufhausen am Platz bzw. zur Verfügung standen. Ohne Wenn und Aber ...
Aber es war der Gegner, der den Sieg unbedingt wollte und ihn letztlich auch bekam.

Ausblick: Das Spiel gegen den FC Mintraching wird den weiteren Weg des TVO vorentscheiden. Nur mit einem Sieg bleibt die Möglichkeit bestehen, vorne dranzubleiben. Die Personaldecke ist nicht besser als gegen Aufhausen, aber es ist ein Heimspiel und die Zeit, den Gegnern Geschenke zu machen, ist endgültig vorbei.